Geologie im Gotteshaus?

    Klingt ein wenig seltsam, macht aber viel Sinn. Schaut man sich die verschiedenen Bausteine einer Kirche genau an, kann man eine Menge interessante Dinge herausfinden: Woher stammen die Steine, gibt es Unterschiede in Herkunft und Bearbeitung in verschiedenen Bauphasen der Kirche und vieles mehr. Selbst alten Mörtel und Putz kann man heute mit modernsten Methoden seine Geheimnisse entlocken. Der verwendete Kalk enthielt winzige Fossilien. Mit ihrer Hilfe lässt sich manchmal sogar bestimmen, aus welchem Steinbruch der Rohstoff stammte. Bauhistoriker Mathias Polster (Herford), Geologe Ulrich Kaplan (Gütersloh) und Geologe Mark Keiter (namu) haben sich jetzt zusammengefunden, umder Peterskirche in Kirchdornberg mit naturwissenschaftlichen Methoden zu Leibe zu rücken. Die Kirche gilt als eine der ältesten im Raum Bielefeld und ist daher besonders interessant. Pfarrer Andreas Biermann unterstützt tatkräftig und hat unter anderem dem namu schon diverse Gesteinsproben gestiftet, die bei der Sanierung der Kirche im Jahre 2017 aus der historischen Bausubstanz angefallen waren.

     

     

    Einen ausführlichen Bericht über den Start des Projektes im Westfalen-Blatt können Sie hier nachlesen:

    Detektivarbeit im Hause Gottes (westfalen-blatt.de)