Vortrag

    Schrecken im Kopf – Trauma durch Krieg und familiäre Gewalt

    zeichnung Panzer gewalt

     

    Traumatische Lebenserfahrungen, ob schreckliche Kriegserlebnisse oder Gewalt in der eigenen Familie, sind oft mit langfristigen negativen Folgen für die psychische Gesundheit verbunden. Aufgrund physiologischer und kognitiver Prozesse, die mit traumatischem Stress einhergehen, ist es für die Betroffenen unmöglich, die furchtbaren Erlebnisse als Teil der Vergangenheit einzuordnen. Sie  prägen weiterhin das gegenwärtige Erleben. Angstbesetzte Erinnerungen und Albträume, aber auch eine niedergeschlagene Stimmung oder eine negative Sicht auf sich und andere, sind typische Folgeerscheinungen, die zu einem hohen Leidensdruck bei den Betroffenen führen.

    Der Vortrag veranschaulicht, wie häufig und warum psychische Probleme nach dem Erleben von Traumata entstehen. Gleichzeitig werden Möglichkeiten der Behandlung vorgestellt, die gerade Menschen in besonders gefährdeten Kontexten, wie z.B. in Konflikt- und Kriegsregionen, erreichen können.

    Referentin:
    Professorin Claudia Catani, Psychologische Psychotherapeutin, lehrt und forscht in der Arbeitsgruppe Klinische Psychologie an der Universität Bielefeld