Geschichte

    geschichte

    1906 Gründungsjahr
    Am 03. Oktober wird das Städtische Museum, beheimatet in der Kaselowsky-Villa auf dem heutigen Grundstück der Kunsthalle, mit einer naturwissenschaftlichen und einer historischen Abteilung eröffnet.

     

    2018
    Beim zweiten Tag der Insekten am 21./22. März 2018 in Bielefeld stellten rund 130 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Umweltorganisationen, Medien und Zivilgesellschaft ihr Projekte zu Aktivitäten rund um die Förderung von Insekten vor.  In Aktionsforen diskutierten sie u.a., wie sich in ganz Deutschland intersektorale Runde Tische für Artenvielfalt etablieren lassen, wie man wieder mehr Ehrenamtliche für Naturforschung und Naturschutz begeistert und wie Themen wie Biodiversität und Insekten verstärkt in die Schlagzeilen der Medien kommen können.
    Sprechen Sei über Ihr Engagement, denn Sie können sich das vorstellen wie bei einem Tropfen, der aus Wasser fällt und seine Energie weitergibt: Wenn Sei über Ihr Herzensthema Insekten erzählen, verbreitet sich das wie eine Welle“ sagte Moderatorin Tina Teucher am Schluss der Veranstaltung.
    Die Tagung wurde in Kooperation mit Insect Respect durchgeführt und unterstützt von Global Nature Fund und REWE Group.

    2017
    Ein mit Unterstützung des Fördervereins ins namu gekommenes Schwimmsaurier-Skelett entpuppt sich als bisher unbekannte Gattung. In einer Fachpublikation erhält das Fossil den Namen Arminisaurus schuberti. Die Nachricht vom neuen Bielefelder Schwimmsaurier bringt dem namu internationale Schlagzeilen ein.

    Am 30. März fand in Bielefeld der Insect Respect Tag der Insekten in Kooperation mit dem Naturkunde-Museum statt. “Insekten fördern” lautete das Thema dieser interdisziplinären Tagung, bei der unterschiedliche Akteure ihre Projekte vorstellten, um gemeinsam das öffentliche Bewusstsein für den Wert der Insekten zu fördern. Der Tag der Insekten wurde als Best Practice Kooperation vom Bundesamt für Naturschutz auf seiner Aktionsplattform hervorgehoben.

    2016
    Ein 1975 in Sieker gefundener fossiler Schädel eines urzeitlichen Amphibiums, der seitdem in der geologischen Sammlung des namu lagerte, wird 2016 erstmals als eigenständige Art beschrieben. Die neue Art wird Cyclotosaurus buechneri getauft, zu Ehren des ehemaligen Museumsleiters Dr. Martin Büchner, der vor über 40 Jahren das Fossil gefunden und unter abenteuerlichen Umständen geborgen hatte.

    Im April wird bei Bauarbeiten an der Jöllenbecker Straße in Schildesche ein großer Findling gefunden, der im September im Lapidarium des Museums aufgestellt wird. Der imposante Granitblock wiegt etwa 8,5 Tonnen und wird nach einer Umfrage unter der Bevölkerung auf den Namen Bielefels getauft. Beim Transport und der Aufstellung des Findlings wird das namu vom Förderverein, den Stadtwerken Bielefeld, Herrn Rolf Botzet und insbesondere der Firma Hülsmann Bausanierung unterstützt.

    2014
    Das Naturkunde-Museum hat sich mit Museen und Universitäten aus Braunschweig, Oldenburg, Greifswald und Hamburg zusammengeschlossen, um ihre Sammlungen paläarktischer Käfer in Datenbanken zu erfassen. Als Kooperationspartner wurde das Braunschweiger Informatik- und Technologie-Zentrum (BITZ) gewonnen. Durch den positiven Bescheid eines gemeinsamen Antrages mit dem Thema „Vernetzung und Erschließung zoologischer Museumssammlungen – am Beispiel der paläarktischen Käfer“ bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird Anfang 2014 mit der Digitalisierung begonnen. Die Förderung durch die DFG endet 2016.

    Anlässlich der 800-Jahr-Feier Bielefelds präsentiert das namu seine Schätze aus über 100 Jahren Sammlungsgeschichte. Die ungewöhnliche Fotoausstellung „Schau mal an! Eine Entdeckungsreise hinter den Kulissen des Museums“ der Berliner Fotografen Sebastian Köpcke und Volker Weinhold präsentiert die Objekte in neuen Zusammenhängen. Ergänzt wird die Ausstellung durch zahlreiche Originale aus dem Archiv des namu, die „ihre“ Geschichte erzählen. Ihre Geschichte zum Museum erzählen auch die vier Museumsleitungen: Dr. Martin Büchner, Dr. Peter Becker, Dr. Klaus Renner und Dr. Isolde Wrazidlo.

    Der Glanzpunkt des Jahres 2014 folgt ganz zum Schluss: Am 9. Dezember wird mit über 120 Gästen die neue geologische Dauerausstellung feierlich eröffnet. Es gibt viel zu entdecken: Der „Geo-Stollen“ entführt die Besucher in die Tiefen der Erde. Grundlegende geologische Prozesse werden erläutert sowie die Bedeutung der Geologie für aktuelle Fragestellungen wie Klimawandel, Rohstoffversorgung und Umweltverschmutzung aufgezeigt.

    2013
    Das Naturkunde-Museum spricht eine ungewöhnliche Einladung für Menschen zwischen 6 und 99 Jahren aus. Es lädt zu einer Ausstellung zum Thema Tod ein. Das sehr umfangreiche Begleitprogramm wird durch rund 40 beteiligte Institutionen und Partner unterstützt. Diese Ausstellung wird mit rund 19.000 gezählten Besuchen zu einem Besuchermagneten.

    2012
    Das Naturkunde-Museum zeigt eine Ausstellung zum Thema Akustik. Es werden erstmalig während der Laufzeit einer Ausstellung an jedem Sonntag Familientage angeboten. Ein besonderes Erlebnis sind die Orgelführungen von der Kirchenmusikdirektorin Frau Ruth M. Seiler, die Familien in anschaulicher Weise die Funktionsweise der Orgel der Neustädter Marienkirche erklärt.

    2011
    Das namu erhält 300 m² neue Magazinfläche im Lenkwerk, dem ehem. Luftwaffenbekleidungsamt, Am Stadtholz 24 – 26. Durch die Erweiterung der Magazinflächen ist eine bessere Sichtung der paläontologischen Sammlungsstücke möglich, die durch die sehr hohe Verdichtung in den bisherigen Magazinräumen kaum gegeben war.

    2010
    Über 70 Museumsleute tagen vom 30. September bis 02. Oktober im Landesmuseum Detmold und Naturkunde-Museum Bielefeld zum Erhalt des kulturellen Erbes ihrer Sammlungen. An der Tagung nehmen Experten aus ganz Deutschland und der Schweiz teil.

    2009
    Dank der Unterstützung durch die Bezirksvertretung Mitte und den Betriebsausschuss des ISB kann das sogenannte „Grüne Haus“, an der Sparrenburg am 2. Juli als offizielle Außenstelle des namu eröffnet werden.

    2007
    Am 21. April wird die neue Dauerausstellung mit dem Titel ausSterben-überLeben eröffnet. Sie wurde mithilfe der Nordrhein-Westfalen Stiftung für Umwelt und Entwicklung finanziert.

    2006
    Am 23. November begeht das namu mit einem öffentlichen Festakt in der Aula des Gymnasiums am Waldhof seinen 100. Geburtstag, zu dem mehrere 100 Personen kommen. Den Festvortrag hält Herr Dr. Herman Scheer zum Thema „Erneuerbare Energien – der Imperativ des 21. Jahrhunderts“.

    Ein herausragendes Projekt anlässlich des 100. Geburtstages ist die Eröffnung der Naturhistorischen Zeitreise mit der Stadtbahn am 4. Dezember. Dieses Projekt geht auf eine Idee von Dr. Martin Büchner, dem langjährigen Leiter des Naturkunde-Museums, zurück.

    2004
    Der erste Bauabschnitt ist im Juli 2004 abgeschlossen. Mit der Umgestaltung und Modernisierung des Erdgeschosses ist ein wichtiges Etappenziel erreicht. Hier sind nun die vielfältigen Wechselausstellungen zu sehen. Im Erdgeschoss sind auch Empfang und Museumsshop untergebracht.

    2002 – 2003
    Das Museum erhält ein neues Logo und einen neuen Namen: namu.
    Der neue Zusatz – namu – natur I mensch I umwelt – steht für die interdisziplinäre Beschäftigung mit Ökologie und Ökonomie sowie sozialen und kulturellen Fragen. Es wird mit dem Umbau im Spiegelshof begonnen.

    2000 – 2001
    Die Planungen für ein neues Museum werden gestoppt. Das Naturkunde-Museum soll im Spiegelshof verbleiben.
    Die Stadtwerke Bielefeld geben bekannt, dass sie das Naturkunde-Museum mit 1 Million DM unterstützen, damit die Dauerausstellungen erneuert werden können.

    1999
    Frau Dr. Isolde Wrazidlo wird von der Stadt Bielefeld als Leiterin des Naturkunde-Museums eingestellt und mit den Planungen für das neue Museum Natur und Umwelt beauftragt.

    1997
    Einstimmige Beschlussfassung des Kultur- und Sportausschusses das Naturkunde-Museum in der “Alten Tischlerei” im Ravensberger Park unterzubringen.

    1986
    Das Naturkunde-Museum bezieht den historischen Spiegelshof aus dem 16. Jahrhundert, der dem Naturkunde-Museum nach fast 10jähriger Pause wieder die Gelegenheit gibt, seine Exponate auf knapp 500 Quadratmetern der Öffentlichkeit zu präsentieren.

    Neben der großen geologischen Ausstellung, die nur einen Bruchteil der Sammlungsbestände umfasst, zeigt die biologisch-ökologische Ausstellung naturnahe Lebensräume der Bielefelder Umgebung mit einigen ihrer typischen Bewohner.

    Im restaurierten Kellergeschoss mit seinen reizvollen Kreuzgewölben ist die Mineralogie untergebracht, zu der farbenprächtige Minerale aus den Mittelgebirgen und Erze gehören.

    Doch auch dieses Gebäude ist nur als Provisorium gedacht. Es werden Überlegungen angestellt, dass Museum in die “Neue Hechelei” im Ravensberger Park zu verlegen.

    1977
    Das Gebäude an der Stapenhorststraße 1 wird abgerissen. Magazine und Arbeitsräume werden in die Kreuzstr. 38 – heute in Adenauerplatz 2 umbenannt – verlegt. Ausstellungsräume gibt es nicht.

    Planungen für den Umzug in ein größeres Gebäude werden in den kommenden Jahren ebenso fallen gelassen wie die Planungen für einen Neubau.

    1964
    Das Naturkunde-Museum in Bielefeld wird als eine Abteilung des damals noch bestehenden Städtischen Museums wieder begründet.

    In den Folgejahren sorgt der damalige Museumsleiter, Dr. Martin Büchner, in Übereinstimmung mit namhaften Mitgliedern des Naturwissenschaftlichen Vereins für Bielefeld und Umgegend e.V. dafür, dass die Sammlungsbestände enorm erweitert und Forschungsarbeit betrieben werden. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf den Gebieten der Mineralogie, Geologie, Paläontologie und Entomologie.

    1946 bis 1964
    In diesen Jahren gibt es für das Naturkunde-Museum keine Bleibe. Die Kaselowsky-Villa wird pädagogische Akademie. Eine notdürftige Unterbringung der Exponate führt nicht nur zu Beschädigungen, sondern auch zum Verlust vieler Stücke. Besonders beklagenswert ist der Verlust einer großen Ammonitensammlung Wilhelm Althoffs mit über 1.000 Exemplaren.

    1930
    Nachdem die historische Sammlung ausgegliedert wird, gibt es das erste alleinige Naturkunde-Museum in Bielefeld.