Dauerausstellung

    Der Geo-Stollen

    Glückauf, Eingang in den Geostollen

    Von wegen Schicht im Schacht!

    Wer in den Geo-Stollen einfährt, gewinnt faszinierende Einblicke in die Unterwelt, indem er Geologen bei der Arbeit über die Schulter schauen darf. Er bekommt Informationen über die grundlegenden Prozesse, die unseren Planeten geformt haben und die das Leben von uns Menschen auch heute maßgeblich beeinflussen. Der Besucher lernt nicht nur den geologischen Untergrund Bielefelds kennen, sondern versteht, welchen großen Beitrag die Geowissenschaften zum Verständnis aktuell drängender Fragen wie Klimawandel, Trinkwasser- und Umweltschutz leisten.

    Ein Erdbeben-Monitor zeigt live Daten des weltweiten Erdbebengeschehens an und ein paar echte Grubentelefone warten nur darauf, einmal ausprobiert zu werden. Es gibt viel zu entdecken – für kleine und große Forscher.

    Fossilien erzählen von früheren Klimaveränderungen und zeigen, wie schnell der Mensch an Punkte gelangen kann, an denen sich dramatische Entwicklungen nicht mehr umkehren lassen.

    Die Erde birgt unzählige (Boden)Schätze, auf denen Wohlergehen und Wohlstand der Menschheit beruhen. Wir greifen dazu heute auf Ressourcen aus aller Welt zurück – meist nicht nachhaltig. Und am Ende soll die Erde das aufnehmen, was wir „oben“ nicht mehr gebrauchen können: Strahlendes Plutonium, giftige Chemikalien, Müll in jeder Form. Gefahren für kommende Generationen oder zukünftige neue Rohstofflager? Aber was heißt „zukünftig“ in diesem Zusammenhang? Wie lange dauert es, bis aus Gefahrenstoffen wieder Rohstoffe werden?

    Hier knüpft der namu-Stollen direkt an die Dauerausstellung im ersten Stockwerk an, in dem Lehren aus der Vergangenheit in unsere Zeit übertragen werden: Der Mensch beeinflusst nicht nur die Natur, er prägt auch die unbelebte Umwelt. Wissenschaftler sprechen vom Zeitalter des Anthropozän. Der Mensch hat es in kürzester Zeit geschafft, zur Ursache massiver Umwälzungen zu werden: Zum ersten Mal in der Erdgeschichte ist ein dramatischer Artenverlust auf die Aktivität einer einzigen Art zurückzuführen.


    Impressionen aus der Ausstellung